Borderlinestörungen – Symposium “Trialog”

Samstag, 10.02.2007 von 9.30 – 15 Uhr im Bezirkskrankenhaus Augsburg, Mehrzweckhalle, Dr.-Mack-Str. 1, 86156 Augsburg, Tel. 0821-4803-139

Veranstalter: Bezirkskrankenhaus Augsburg in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk “Frauengesundheit”.

Für Betroffene, Angehörige, Behandelnde sowie alle am Thema Interessierten.

In Verbindung mit einer von der Bundesregierung geförderten Ausstellung “tagebuch borderline – borderland”.

Die Veranstaltung wird bei der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK) mit 5 Punkten zertifiziert und evaluiert.

Anmeldung erforderlich, Eintritt frei

DAS SYMPOSIUM

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung ist eine schwerwiegende psychische Störung, die etwa 2 % der Bevölkerung betrifft. Da in der Mehrzahl Frauen zwischen dem 16. und 45. Lebensjahr betroffen sind, dürften etwa 5 % in dieser Altersgruppe an einer derartigen Erkrankung leiden.

Der Begriff Borderline – übersetzt “Grenzlinie – rührt aus einer Zeit, in der man davon ausging, dass die Störung an der Grenze zur Psychose angesiedelt ist. Mittlerweile besteht Übereinstimmung, dass es sich um eine Störung der Gefühlsregulation handelt, die mit heftigen Stimmungsschwankungen und äußerst unangenehmen Spannungszuständen verbunden ist. Dies hat massive Auswirkungen auf den Umgang mit sich selbst ebenso wie in zwischenmenschlichen Beziehungen, wodurch das Leben zur Qual werden kann.

Die Behandlung der “Borderliner” galt früher als sehr schwierig, was sich erfreulicherweise grundlegend geändert hat. Betroffene werden zu “Expertinnen in eigener Sache”, Angehörige haben eine wichtige Funktion bei der Alltagsbewältigung und Behandelnde bieten durch ihr therapeutisches Know-how die nötige Unterstützung auf dem Lebensweg an.

Um diese Zusammenarbeit zu fokussieren, veranstalten wir einen so genannten Trialog zum Thema “Borderline”. Hierbei werden zum einen therapeutische Konzepte vorgestellt und zum anderen den Betroffenen ein Forum geboten, auf dem sie ihre Erfahrungen und Vorschläge für ein konstruktives Miteinander zur Problembewältigung einbringen können. So werden sie von Behandelten zu Handelnden.

Mit der von der Bundesregierung geförderten Ausstellung “tabebuch borderline – borderland” erhält auch die Öffentlichkeit die Gelegenheit, sich mit dieser psychischen Erkrankung auseinanderzusetzen.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme und hoffen auf eine rege Diskussion.

Prof. Dr. med. Max Schmauß und Dr. med. Rosemarie Bauer, wissenschaftliche Leitung

Bezirkskrankenhaus Augsburg, Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Akademisches Lehrkrankenhaus der Ludwig- Maximilians-Universität München

PROGRAMM

09.30 Uhr Begrüßung und Eröffnung der Ausstellung “tagebuch borderline-borderland” Thomas Düll, Direktor der Schwäbischen Bezirkskrankenhäuser

09.45 Uhr Vortrag Dr. Birger Dulz, Stv. Ärztlicher Direktor Campus Ochsenzoll, Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie Hamburg: “Borderline-Störungen”

10.45 Uhr Workshop Dr. Birger Dulz: “Borderline-Trialog – wie kann das gehen?”

11.45 Uhr Anja Link, Diplom-Sozialpädagogin und freie Journalistin – Betroffenen-Perspektive: “Über das normale Gefühlschaos”

Borderline: Erfahrungen einer Mutter

12.30 Uhr Pause

13.00 Uhr Dialektisch-behaviorale Therapie von Borderline-Störungen nach Marsha Linehan in der Psychotherapiestation und Tagklinik des BKH Augsburg Dr. Rosemarie Bauer

13.30 Uhr Interaktiver Workshop mit Patientinnen – Ulvi Suda, Diplompsychologe BKH Augsburg

14.00 Uhr Fertigkeitentraining nach Marsha Linehan – Joerg Loose, Diplompsychologe BKH Augsburg

14.30 Uhr Diskussion und Evaluation

 

Konzentrative Bewegungstherapie, KBT

für Frauen einen Tag eigene Bedürfnisse wahrnehmen

Kosten: 70 € pro Termin

Termine: 28. Januar, 11. März, 22. April, 3. Juni, 15. Juli 2007
jeweils von 10-16 Uhr

Ort: Praxis Lebensspuren – Maria Steiner, Hochfeldstr. 58, 86159 Augsburg, Tel: 0821/59 12 06, infoATlebensspuren-kbtDOTde

Die Plätze sind begrenzt. Bitte melden Sie sich bis spätestens 1 Woche vorher an!